Glasfaser für alle – Hohenahr geht den nächsten Schritt in Richtung digitale Zukunft

Der flächendeckende Glasfaserausbau in der Gemeinde Hohenahr nimmt weiter Fahrt auf. Mit der Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Rahmenvertrags (ÖRV) zwischen der Gemeinde Hohenahr und dem Lahn-Dill-Kreis wurde nun ein wichtiger Meilenstein erreicht. Das Ziel ist ehrgeizig, aber klar: Bis 2030 sollen alle Adressen im Gemeindegebiet über einen Glasfaseranschluss verfügen, auch jene, die bisher nicht im Fokus privater Ausbauanbieter standen.

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Der letzte Schritt auf dem Weg zur vollständigen Versorgung

In einigen Ortsteilen wie Erda und Hohensolms ist der Glasfaserausbau bereits erfolgt oder weit fortgeschritten. Dort haben private Telekommunikationsunternehmen eigenwirtschaftlich investiert, weil sich der Ausbau für sie rechnet. Doch in anderen Teilen der Gemeinde blieb der Anschluss bislang aus. Wirtschaftlich für sie vielleicht nicht attraktiv, aber für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger umso bedeutsamer. Deshalb war es uns so wichtig, auch hier Möglichkeiten zu schaffen.

Mit dem neuen Vertrag können nun auch die Anschlüsse mit Glasfaser versorgt werden, die bislang nicht durch das Ausbauprojekt „Eigenwirtschaftlicher Ausbau“ versorgt werden konnten. Der Bund, das Land Hessen und der Lahn-Dill-Kreis haben es sich gemeinsam mit den Kommunen zum Ziel gesetzt, jedem Haus den Zugang zum schnellen Internet zu ermöglichen.

Gemeinsam für die digitale Infrastruktur

Der Ausbau des Glasfasernetzes wird in Hohenahr bis 2030 schrittweise umgesetzt. Insgesamt betrifft das Projekt 827 Adressen, die bislang noch keinen Zugang zum Glasfasernetz haben.

Mit dieser Entscheidung leistet Hohenahr einen wichtigen Beitrag zur gleichwertigen digitalen Versorgung aller Ortsteile, unabhängig davon, ob sich ein Ausbau für private Anbieter lohnt oder nicht.

Unterstützung durch Bund, Land und Kreis

Die Gemeinde steht bei diesem Vorhaben nicht allein. Das Projekt ist Teil des großangelegten Giganetzausbaus im Lahn-Dill-Kreis. Dieser wird gefördert von Bund, Land und „kommunaler Familie“ (Landkreis und Kommunen).

Verantwortungsvoll investieren mit Blick auf die Zukunft

Der Gemeindevertretung war es wichtig, die finanziellen Mittel verantwortungsvoll und vorausschauend einzuplanen. Die Bereitstellung der Eigenmittel ist ab dem Haushaltsjahr 2027 vorgesehen, sodass genügend Zeit bleibt, den Ausbau geordnet umzusetzen. Trotz der angespannten finanziellen Situation in vielen Kommunen ist der Glasfaserausbau eine Investition in die Zukunft. Schnelles Internet ist Teil der notwendigen Infrastruktur für Familien, Betriebe, Bildungseinrichtungen und die Verwaltung gleichermaßen.

Denn der flächendeckende Glasfaserausbau stärkt die Standortattraktivität von Hohenahr und sichert die digitale Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger. Wer im Homeoffice arbeitet, online lernt oder moderne Dienstleistungen nutzt, ist auf stabile Verbindungen angewiesen.

Bis 2030 wird Hohenahr mit Glasfaser versorgt sein. Die nächsten Schritte bestehen in der konkreten Planung und Umsetzung durch die beauftragten Partner. Der Ausbau bedeutet Fortschritt in technischer Hinsicht und ist ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Weitblick. Für eine Gemeinde, die in ihre Zukunft investiert.